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Inhaltsstoffe

Januar 7th, 2012

Mach immer,

Februar 21st, 2011

was dein Tee dir sagt, da muss noch so viel Weisheit in dich rein. Haben Kettcar gesungen. Zumindest fast. Was ich mich frage: Wer bitte möchte auf seinem Teebeutel Lebensweisheiten lesen? Oder: Wer liest die? Außer, ähem, mir? Und ich lese einfach alles, schon immer. Das steckt in mir, warum weiß ich nicht. Jedenfalls: Wer bereits als Kind auf der Toilette zum Zeitvertreib die Rückseiten der Haarspray-Dosen seiner Mutter gelesen hat, der liest auch Teebeutel. Aber außer mir? Für wen wird das da drauf gedruckt? Ok, man könnte auch die Frage stellen, wer Tees kauft, die “Ruhe” oder “Wohlgefühl” heißen (auch ich), aber warum ich das manchmal mache, weiß ich ja: Ich hoffe auf die Macht der Suggestion. Aber: “Der Schlag deines Herzens ist der Rhythmus deiner Seele”. Hach. “In unseren Beziehungen fehlt Heiligkeit”. Hm-m. “In deinem Wort liegt deine größte Kraft”. Danke. Für die Sprüche gibt es nicht mal Google-Treffer – außer jenen, die sich wie ich mit den Teebeuteln beschäftigen. Sehr seltsam, das alles. Was macht eigentlich Stefan Beutel?

Stilisierte Setzlinge

Mai 13th, 2009

Was manch andere ihr Kontoauszug, ist für mich mein Logfile: Ich schaue da manchmal gerne drauf. Vor allem, um zu sehen, mit welchen Google-Suchanfragen die Leute auf meinem kleinen Blog landen. Da steht zum Beispiel seit Monaten durchgängig auf dem ersten Platz der Begriff “starkes Beruhigungsmittel”. Das ist nun zwar kein besonders schönes Kompliment, aber dafür erscheine ich bei dieser Suche sogar auf dem dritten Platz. Weitere schöne Suchanfragen:

rettet die rathausuhr
discothek-roes bilder 2007-2008
hochzeitskleidergeschäfte
psycho wörter
st.pauli immer bei anpfiff rufen
rauchgasvergiftung powerpoint
pomelo welk
Mann ständig auf Dienstreise
fanta strawberry gibts nicht mehr
Keine Stilisierten Setzlinge
weinende blase
fußballenten
Gibt es ein Herzlied
steuermarke klappern

Was ist eine “weinende Blase”? Und was habe ich mit dieser Discothek zu tun? Was genau sind “stilisierte Setzlinge”, und kann man wirklich mit Steuermarken klappern? Das ist das Problem: Ich könnte das alles googlen – aber was nützt mir das, wenn ich immer wieder hier lande?

Jockel

Mai 8th, 2009

Wer eine Reise macht, kommt immer als ein anderer nach Hause. Mit neuen Eindrücken, neuen Menschen und neuen Ideen im Handgepäck. Als ich aus Frankfurt zurück gekommen bin, war ich plötzlich Herr Jockel. Das ist zwar immer noch besser als Mr. Rosette – aber verwundert hat mich das alles schon: Wer kommt auf die Idee, diese Wörter auf Klingelschilder zu schreiben? “Hure” und weiteres aus diesem Assoziationskreis hätte ich noch verstanden und mir gedacht “Hach, diese Jugendlichen wieder” und “Gut, dass ich aus der Pubertät raus bin”, aber “Jockel” oder “Knecht”? Sagt man so was heutzutage? Wikipedia sagt: ja. Wieder was gelernt. Leider ist die Schrift inzwischen wegradiert worden. Ich war es nicht. Ich tippe mal auf Familie Penis.

Zusammengefasst (1)

Januar 25th, 2009

Was mich interessiert: das Verschwinden. Wenn etwas zurücktritt für etwas Neues. Wenn sich etwas ändert. Oder wenn sich Dinge mit einem Mal verstecken, aus dem Bild fallen – und nur noch, wenn überhaupt, ein Schatten bleibt. Das kann schmerzhaft sein oder frei machen. Oder beides oder in der Abfolge. Aus diesem Grund, und das ist kein Themenwechsel, fasziniert mich seit langem die Funktion “AutoZusammenfassen” von Word. Mit einem Klick schabt man einem Text das Fleisch von den Knochen. Aus einem Buch werden zehn Sätze. Aus einem Roman wird ein Fragment. Mal entsteht ein neuer Sinn, mal ist das Resultat skurril oder ernüchternd, aber stets ist es spannend, die Maustaste loszulassen und auf das Ergebnis zu warten. Aus Goethes “Faust. Der Tragödie erster Teil” macht Word zum Beispiel dies hier:

Nachher Mephistopheles.
Mephistopheles.

Faust. Mephistopheles.

MEPHISTOPHELES. Mephistopheles.
Faust.
Mephistopheles.
Mephistopheles.
Mephistopheles.

Ist das nicht toll? Wie schnell da klar wird, wer – zumindest für Word – die Hauptrolle in dem Stück spielt, wer agiert und wer reagiert. Besonders schön finde ich den trockenen Beginn: “Nachher Mephistopheles”. Das klingt wie ein Auszug aus Fausts Terminkalender: “Unbedingt Tisch reservieren – nachher Treffen mit Mephisto in Auerbachs Keller”.

Liebe Effi! …
Arme Effi.
Effi schwieg.
Effi lachte.
Effi nickte.
Effi lachte.
Effi nickte.
Effi schwieg.
Effi nickte.
Effi nickte.

Das ist die autozusammengefasste Version von “Effi Briest”. Sie reduziert den gesamten Text auf minimale Handlungen der Figur, die Fontanes Roman den Namen gibt. Als gäbe es darin keine anderen Personen. Es bleibt sogar offen, auf wen sich Effi Briest bezieht, wer am Anfang zu ihr spricht – und ob sie sich überhaupt ein Gegenüber hat. Vielleicht ist es auch eine Selbstreflektion: Sie spricht zu sich selbst und muss dann lachen und schweigen und nicken. Nur um sich am Ende selbst zu bestätigen: Ja, Effi, du bist lieb und arm. Wundervoll, was Software alles leisten kann.


Neue Wörter (update)

September 24th, 2008

 Noch ein Wort, dass ich heute neu gelernt habe (und das ich äußerst süß finde):

Dosimeter
(so eins wie das da)

Leider nicht Dossimeter. Dann hätte ich gleich ein Geburtstagsgeschenk.

NQWIWP

September 21st, 2008

Eine liebe Freundin von mir hat mir ein Buch geschenkt. “Not Quite What I Was Planning” heißt es, und es ist eine Sammlung von Memoiren, die nur aus sechs Wörtern bestehen. Ausgedacht haben sich die Erinnerungen und Aphorismen die Leser des amerikanischen “Smith Magazine“, inspiriert wurden sie von Ernest Hemingway, der in den 20er Jahren gewettet hatte, dass er eine eindrückliche Geschichte selbst in sechs Wörtern erzählen könnte – und was dabei heraus kam, beeindruckt mich sehr: “For sale: baby shoes, never worn.” In dem besagten Buch finden sich 220 Seiten voller schöner, trauriger und lustiger Memoiren. Zum Beispiel diese hier:

I was born some assembly required.
She kissed me and I said yes.
Semicolons; I use them to excess.
Fifteen years since last professional haircut.
Study mathematics. Marry slut. Sum bad.
My first concert: Zappa. Explains everything.
Became my mother. Please shoot me.
Well, I thought it was funny.

Und hier sind ein paar, die ich mir ausgedacht habe:

Morgen wird bestimmt wieder alles anders.
14. C64. Amiga. PC. Mac. 39.
Ja, das Bügeleisen ist wirklich aus.
Komme später. Ich kann alles erklären.
Glück: Schönheit sehen in allen Dingen.
Das war vorher nicht da, oder?
Entschuldigung. Sie stehen auf meinem Fuß.
Oh, das habe ich nicht bemerkt.
Man trifft sich immer mal zwei.
Das war nie und nimmer Abseits!

Ja, das geht bestimmt noch besser. Vielleicht fallen mir noch andere ein.

Bis dahin: Eine schöne Woche allen.

Neue Wörter

September 13th, 2008

Eine Freundin von mir arbeitet jetzt bei einem Unternehmen für Messtechnik – einem Bereich, mit dem ich bislang wenig zu tun hatte (außer, dass ein Freund auch einmal “Mess- und Regeltechnik” gelernt hat). Ich bin also gleich einmal auf die Homepage der Firma gegangen. Und was musste ich sehen? Diese Branche hat die längsten Produktbezeichnungen, die ich je gesehen habe! Viel längere sogar als das Wort “Produktbezeichnungen” selbst, und das ist ja auch nicht gerade kurz. Andere sind nicht so lang, klingen dafür aber überaus geheimnisvoll.

Hier sind meine Lieblingspräzisionsmesstechnikspezialbegriffe (alphabetisch):

Atemschutzmaskendichtsitzprüfgerät
Diffusionstrockner
Elekrosprayaerosolgenerator
Flügelradanemometer
Impaktoreinlass
Kondensationskernzähler
Luftgeschwindigkeitsmessumformer
Partikelgrößenspektrometer
Thermodenuder
Venturiventil
Volumenstrommesshaube

Wörter, die ich sicher mag (1)

Februar 19th, 2008

  1. nächtens
  2. Landmasse
  3. Wimpern
  4. Asche
  5. Libido
  6. flugs
  7. Platzregen
  8. Murks
  9. Hartweizen
  10. schlummern