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Gerade

Juni 1st, 2011

was man nicht kann, das soll man machen. Dieser Gedanke reizt mich: das auszuprobieren, an dem ich scheitern könnte. Das schließt natürlich nicht ein, nachts auf der Reeperbahn betrunkene Schwergewichtler zum Faustkampf herauszufordern oder von Hausdächern zu springen, um dann zu erkennen, dass ich bei aller Traute doch nicht fliegen kann – aber im Kleinen gibt es solche Möglichkeit öfter als man denkt. Ich zum Beispiel habe nie ein Instrument gelernt. Das finde ich schade, und ich bewundere alle, die das können. Vielleicht aber kann ich ja dennoch ein bisschen Musik machen, vielleicht nur digitale, und vielleicht entsteht dabei nur Herumgeklimper und -gezupfe. Egal, ich habe es wenigstens mal ausprobiert. Wichtig ist dabei, dass man nicht davon ausgeht, dass etwas Tolles dabei entsteht. Dass man immer im Kopf behält, dass man halt nicht alles können kann. Zum Glück gibt es für Menschen wie mich Computer. Denen ist alles egal. Im Gegensatz zu einer Gitarre oder einem Klavier verzeihen sie, und zudem: Wenn ich mich verspielt habe, versuche ich es solange, bis es zumindest so ähnlich klingt wie die Musik in mir. Hier also sind drei kurze Tracks, die ich mit Garageband auf dem iPad erstellt habe (ein Programm, wie gemacht für mich). Manche Stellen finde ich ganz hübsch, andere rumpeln, wieder andere haken manchmal – und das mit Absicht. Kurz: Ich mag sie ganz gern. Und weil ich Videoschnitt auch nicht wirklich kann, habe ich gleich noch drei Videos zu den Tracks gebastelt. Hier sind sie.

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Jaja!

März 15th, 2010

“3-2-1 Die Stadt ist meins!” Hach, wie viel Spaß es machen kann, mit hundert anderen Leuten durch die Stadt zu ziehen und Spaß zu haben – erst im Schanzenviertel, dann im U-Bahnhof Sternschanze, dann in der U-Bahn, dann in der Marktstraße und schließlich im Gängeviertel. Viel braucht es dazu nicht: ein paar tolle Musiker, einige Perücken und falsche Schnurrbärte, ein paar tolle Songs – “jaja!” –, eine Anlage und ein paar ganz entspannte Polizisten. Die Aufnahmen der Videoüberwachung in der Bahn sind bestimmt derzeit der Renner beim HVV. Und das Lied “Die Stadt brennt” ist jetzt mein aktueller Ohrwurm (und den gibt es bei den Leuten von “Caracho” sogar zum kostenlosen Download). 3-2-1 – vielen Dank für die schönen Stunden!

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(Ich hoffe, das Video läuft auf allen Systemen. Ansonsten ist natürlich das System schuld.)

Tokio (4)

April 7th, 2009

Nun soll es hier auch ein Ende haben mit Tokio – ich blogge ja schon länger darüber als ich dort war. Also: Hier noch einige Bilder und ein Video vom Rückflug. Wenn ich mich richtig orientiere, müsste das das Grenzgebiet zwischen Russland und China sein, hinter der Küste zum Japanischen Meer. Ich finde diesen Anblick jedes Mal wieder beeindruckend, diese faltige, unwirtliche Szenerie. Wie gerne würde ich mir das mal von unten ansehen und dann Fotos von vorbei fliegenden Flugzeugen machen. Straßen scheint es dort immerhin zu geben – manchmal durchzieht ein schnurgerader Strich die Landschaft. Ich war dennoch froh, als ich wieder in Frankfurt gelandet bin. Das Umsteigen in meinen anderen Flieger Richtung “Testzeile” hat auch reibungslos geklappt.

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DRIFTED

Oktober 23rd, 2008

Es ist schön, wenn man einen Blog hat. Damit kann man sich nämlich ablenken, wenn man eigentlich gerade etwas schreiben muss, es aber nicht hinhaut. Durch Schreiben vom Schreiben ablenken, sozusagen. Deswegen aus aktuellem Anlass: ein neues Video, das ich gedreht habe – leider wohl auch vorerst das letzte, da ich nun bis auf weiteres keinen Camcorder mehr besitze. Entstanden ist der Film im Hamburger Hafen, während einer Fährfahrt, durch die Scheibe gefilmt, ohne weitere Effekte. Eigentlich sollte im Hintergrund der Song “Drifted” der Hamburger Band Emmy Moll laufen (aus ihrem bezaubernden Debütalbum “All The Monsters Are Soft And Scared“), aber nach einem längeren Telefongespräch mit der GEMA habe ich davon leider Abstand nehmen müssen, das wäre alles viel zu kompliziert und teuer geworden. Deswegen nun: Anton Bruckner, Symphonie Nr. 7. Klingt jetzt zwar etwas pathetischer, passt aber auch ganz gut.

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Klick zum Start (und ich hoffe, der Film läuft auf allen Systemen)

EYES / AUGEN

September 28th, 2008

Wenn man schon mal einen Camcorder zu Hause hat, muss man ihn auch ausprobieren. Und wenn das Wetter nicht dazu einlädt, das draußen zu machen, habe ich das drinnen getan. Mit der vagen Idee im Kopf, einen Kurzfilm zu drehen darüber, in viele Augenpaare jeder von uns täglich blickt, wie oft uns ein Blick trifft, und wie viele dieser Blicke erst die Scheibe eines Bildschirms durchdringen müssen, um dann so zu tun, als würden sie uns erreichen – als wären wir damit gemeint. Kurz: Wie viele unserer Kontakte ausschließlich medialer Natur sind. Das Rohmaterial dieses Films ist gestern Abend innerhalb einer halben Stunde Fernsehprogramm entstanden, die Musik dazu ist von A. J. Holmes. Und, nein: Der Film hat keine Dramaturgie und keine Effekte, es gibt nicht einmal eine Handlung. Es ist nur der Versuch, mit einem Video etwas auszudrücken – eine krude Idee vielleicht, aber immerhin eine, an der man sich festhalten kann, wenn man so etwas nach langer Zeit zum ersten Mal macht. Und ich mag den Film eigentlich ganz gern.

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