Gartensterben
Oktober 18th, 2009
Es ist viel los in der Stadt. Viele Menschen entdecken gerade, dass sie sich nur bewegen müssen, um etwas zu bewegen. Sie beginnen miteinander zu reden und entdecken Gemeinsames – und oft erkennen sie dabei, dass sie nicht nur gemeinsam gegen etwas sind, sondern von ganzem Herzen für etwas: für ein Hamburg, in dem sie gerne leben möchten – und das sie so leben lässt, wie sie wollen. Das ist der Nenner, der zählt. Ob das neu belebte Gängeviertel, das bunte Frappant, das Gartenkunstnetz oder die bedrohte “Kogge” auch in dem neuen Hamburger Panini-Sammelalbum vorkommen? Vielleicht wäre das gar nicht so schlecht. Vielleicht würden die entscheidenden Behörden dann endlich erkennen, dass nicht nur etwas wert ist, was sich in Euro berechnen lässt. Dass eine “wachsende Stadt” auch wachsen lassen muss, was sich nicht beschneiden lassen will. Ich war heute draußen bei widerständigen Kleingärtnern. Die “Schreberspacken” kämpfen unter dem Motto “Apfelbaum braucht Wurzelraum” derzeit um den Erhalt ihrer Gärten. Um Wildwuchs, um Platz für Gemüse und Obst, um ein Stück eigene Natur, um ihren Lebens- und Erlebensraum neben der Autobahn. Wie gradlinig es schon ein paar Meter weiter aussieht, habe ich fotografiert.





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