Bunt an den Rändern

Juli 28th, 2010

Ich laufe derzeit immer wieder gerne durch den Park in meiner Nachbarschaft. Und dabei mache ich mir dann meist ein paar Gedanken, Runde um Runde ein paar mehr, bis ich sie nicht mehr tragen kann. Die Guten nehme ich dann mit nach Hause, fahre mit ihnen mit dem langsamen Aufzug hoch in meine Wohnung, verkrame sie dann meistens irgendwo unter ungeöffneten Kontoauszügen und Werbezetteln, und manchmal finde ich sie dann erst nachts im Traum wieder und vergesse sie bis zum Morgen. Wäre es nicht schön, wenn Menschen, wenn sie älter werden, bunt würden an den Rändern, habe ich mir zum Beispiel gedacht bei einer Runde im Park. So bunt wie die Blätter unter meinen Schuhen. Jeder bildet sein eigenes Muster, jeder Mensch franst aus in seiner eigenen Farbe, die er aus seinen Erinnerungen mischt. Das wäre außerordentlich. Das wäre neu. Vielleicht passiert das aber auch schon, und wir sehen das nur nicht. Das sind so Gedanken, die ich durchlaufe beim Laufen im Park. Wollte ich nur mal gesagt haben. Was ich noch sagen will: Wir sollten alle unbedingt mehr Moritz Krämer hören. Er hat es so verdient. Und mit ihm laufe ich immer eine Runde mehr. Danke. Es ist nicht alles so wie’s soll, es ist auch nicht verkorkst. Aber was du sagst, ist ziemlich schön. Es liegt nicht an mir. Wir können nichts dafür.





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